„Wir fanden Gehör“

Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 17.02.2014

P.S. „Heute feiern wir das, was wir gemeinsam erreicht haben“, so eröffnete Ursula Seliger von der Bürgerinitiative ProBergdörfer am Samstagabend ein Fest aller Beteiligten und Freunde und bedankte sich für die lebhafte, manchmal auch kritische, aber demokratische Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit mit dem Thema „Windenergieanlagen beim Wettersbacher Funkturm“.

Zum Fest in der prall gefüllten Sporthalle des ASV Grünwettersbach waren am Samstag nicht nur Mitglieder, sondern auch zahlreiche Politiker erschienen. Dabei ernteten die Hauptakteure dickes Lob auch von den Nachbargemeinden, und die Hausband „Eros Amaretti“ hatte eigens ein Lied kreiert auf die erfolgreiche Arbeit der ProBergdörfler.

Anfang Dezember 2012 hatte sich die Bürgerinitiative gegründet, als bekannt wurde, dass der Nachbar-schaftsverband (NVK) plante, im Teil-Flächennutzungsplan „Wind“ mehrere Standorte auf dem Höhenzug für künftige Windräder auszuweisen. „Die Verwaltung hatte die Wettersbacher Bergbäuerle damals wohl verkannt“, erklärte Seliger in ihrem Rückblick. Als große Gemeinschaft habe man in zielgerichteter Arbeitsweise und fachlich detaillierten Recherchen die Bürgerrechte wahrgenommen und sich gegen die Verwaltungsvorlage gewehrt. Sechs Demonstrationen vor dem Rathaus, unzählige Infoabende und Gespräche mit Politikern, Bürgern und Verwaltung, Leserbriefe, Berichte in den Medien und vieles mehr folgten in den vergangenen Monaten. Ein ereignisreiches, arbeitsintensives, anstrengendes, aber am Ende doch erfolgreiches Wirken zeige, dass sich der Einsatz gelohnt habe. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Bürger in der Politik Gehör finden. Das war neu und unglaublich bereichernd“, stellte Selige stolz fest.

Was hätte kommen können, zeigte deutlich eine Videosimulation, die die Bürgerinitiative erstellen ließ und am Abend erstmals präsentierte. „Wir hoffen, dass die Planungen eingestellt werden, Gewissheit haben wir allerdings erst, wenn der Plan Ende 2014 auf dem Tisch liegt“, bemerkte Seliger mahnend. Bis dahin, aber auch darüber hinaus werde man auf Wunsch der Mitglieder und des Ortschaftsrates das Netzwerk erhalten.

„Wir werden weiter Belange, die unseren Stadtteil betreffen, im Fokus haben“, erklärte sie. Jüngstes Baby sei die Rahmenplanung für die Höhenstadtteile, die die Bürgerinitiative begleiten und künftig mit Anregungen und Kritik würzen werde.

Sehen Sie hier einige Fotos vom Fest.

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    Unsere Aktion Unterschriftslisten ist bis auf weiteres eingestellt, da die Planung von Konzentrationszonen bei den Bergdörfern aufgegeben wurde. (NVK 02.12.2013)
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