Ratsmehrheit unterstützt Stadt in Sachen Windkraft

Badische Neueste Nachrichten | Ettlingen | ETTLINGEN | 03.11.2015

Dritte Anhörung beim Regionalverband Ettlingen (hei).

Keine Änderung der Positionen, aber neuerlicher Austausch schon bekannter Argumente kennzeichneten die Gemeinderatsdebatte um die Stellungnahme der Stadt Ettlingen zum Regionalplan in Sachen Vorrangzonen für Windenergie. Es handelt sich um die dritte Anhörung in der Offenlage des Planes. Das Ergebnis einmal mehr: Der Kreuzelberg wird als Vorrangzone für Windkraft abgelehnt und zwar von CDU, FE und FDP. Grüne, Freie Wähler und Teile der SPD halten die negative Stellungnahme der Stadt für falsch und stimmten entsprechend dagegen, sie so abzugeben.

Begründung: Der Energiewende könne man sich als Kommune nicht entziehen; die Belastung der Bürger durch Windkraft sei verglichen mit der etwa durch Braunkohle in anderen Regionen vergleichsweise gering. Im Vergleich zur Stellungnahme der Stadt in der zweiten Offenlage des Regionalplans ergibt sich die Änderung, dass die Forderung nach einem von 1 000 auf 1 500 Meter erhöhten Abstand zwischen Windanlagen und Wohnbebauung erhoben wird. Auch das halten die Windkraftbefürworter für falsch, weil die Windkraft im Gebiet damit faktisch komplett ausgeschlossen sei.

Die Gegner von Windkraft argumentieren, Schluttenbach, Schöllbronn, Ettlingenweier und Oberweier seien durch zwei mögliche Windkraftflächen in relativer Nähe zueinander über Gebühr belastet: Kreuzelberg und Hohlberg/Sulzberg/Birkenschlag auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Malsch. Hinzu komme die vergleichsweise geringe Windhöffigkeit.

Was den Artenschutz anbelangt, so trug Fachgutachter Martin Boschert aus Bühl im Rat die ausgewerteten vogelkundlichen Beobachtungen von ehrenamtlichen Bürgern vor, wie sie zwischen Freiolsheim und Schluttenbach gemacht und dokumentiert wurden. Es gab 29 Beobachtungspunkte, zwölf Beobachter und 860 Beobachtungseinheiten. Festgestellt wurden etwa gefährdete Milanarten, Wespenbussard, Waldschnepfe und Raubwürger. Die Ergebnisse Boscherts fließen in die Stellungnahme der Stadt in der dritten Anhörung mit ein.

 

Mit freundlicher Genehmigung der BNN

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