Bürgerinitiative übergibt Stellungnahmen der Bergdorf-Region

Die Bürgerinitiative proBERGDÖRFER konnte am 6. Februar, rechtzeitig zum Ende der Einspruchsfrist, dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein eine hohe Zahl von Stellungnahmen und Unterschriftenlisten überreichen.


Alleine aus den Bergdörfern wurden Verbandsdirektor Dr. Hager vom Regionalverband 2.232 Unterschriften und nahezu 1.000 Stellungnahmen übergeben. Eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern der Karlsruher Bergdörfer wenden sich damit gegen die Ausweisung des Edelbergs (Funkturm) und des Wattkopfs als Vorrangzone für Windkraftanlagen.

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Persönlich überreicht wurden die Dokumente durch die Sprecher der Bürgerinitiative Dr. Frank Borowicz und Ursula Seliger. Hans Bollian vertrat sowohl die Bürgerinitiative als auch den Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Wettersbach, als deren 2. Vorsitzender.

In einer qualifizierten Sachbearbeitung von Fachgruppen innerhalb der BI wurde in kürzester Zeit eine Stellungnahme erarbeitet, die betroffene Bewohner der Bergdorf-Region als Basis für den nun erfolgten massiven Wiederstand gegen die bestehenden Planungen einreichen konnten.

Die Bürgerinitiative ProBergdörfer befürwortet einen überregional koordinierten Ausbau regenerativer Energien. Die Bergdörfer der Region Karlsruhe beteiligen sich bereits hieran und werden sich weiter einbringen. Der Bau von Windenergieanlagen in den Bergdörfern wird jedoch abgelehnt, solange substantielle negative Folgen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Soziales und Ökonomie nicht ausgeschlossen werden, was den Planungsbehörden bislang nicht gelungen ist.

Eine Vielzahl von ökologischen Gründen spricht gegen Windkraftanlagen auf dem Edelberg. Die Abholzung von bis zu 50.000 m2 Buchenwald – der grünen Lunge der von Autobahn und Durchfahrtsstraßen stark betroffenen Bergdörfer – und der damit einhergehende Verlust des Wander- und Naherholungsgebietes wiegt für die Karlsruher und Waldbronner Bürgerinnen und Bürger besonders schwer. Durch Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen zudem tödliche Gefahren für Vögel und Fledermäuse. Daneben liegen – gerade angesichts der geringen Abstände zu den Wohngebieten – gesundheitliche Gefahren für die Anwohner  vor. Die Lärmbelastung, die für die Bergdörfer bereits durch die Autobahn A8, die B3 und mehrere Landstraßen immens ist, würde dann noch einmal ansteigen. Zudem sprechen soziale und ökonomische Gründe gegen Windkraftanlagen auf diesem Gebiet.

Das wichtigste Argument der Befürworter, dass dieses Gebiet viel Wind hätte, wird durch offizielle Berechnungen des Landes Baden-Württemberg widerlegt. Der Edelberg ist eine sogenannte „Schwachwindzone“, wobei der größte Teil der Fläche eine Windhöfigkeit von 5,0 bis 5,5 m/s aufweist. Diese Berechnungen dürften zudem aufgrund der besonderen Topographie überhöht sein, so dass genauere Berechnungen nötig werden.

Die Natur retten zu wollen, indem man sie zunächst zerstört und den Bürgern wertvolle Lebensgrundlagen entzieht, macht aus Sicht der Bürgerinitiative ProBergdörfer daher keinen Sinn.  Daher fordert sie die Herausnahme des Edelbergs aus den Planungen der Planungsträger.

3D-Geländemodell Windenergie auf dem Edelberg

Die Bürgerinitiative wird eine 3D-Geländemodell in Auftrag geben, dass bis ca. Mitte Februar vorliegen soll. Das Geländemodell dient zur realistischen Darstellung von Größen- und Abstandverhältnissen der Windenergieanlagen und soll hier innerhalb der Homepage der Bürgerinitiative veröffentlicht werden.
Es können beliebige Blickwinkel auf das Planungsgebiet mit seinen potentiellen Windenergieanlagen interaktiv eingenommen werden. Zusätzlich lassen sich verschiedene Arten von Einflüssen, die die Windanlagen auf ihre Umgebung haben, graphisch darstellen. Beispielsweise der Tagesschattengang der Anlagen zu verschiedenen Jahreszeiten oder die dreidimensionale Ausbreitung des erzeugten Schalls im besonderen Kontext unserer Geländeverhältnisse, um nur zwei Möglichkeiten zu nennen.

Wir wollen das Modell nutzen, um den Bürgern, Planern und Entscheidungsträgern die Sachverhalte und Ergebnisse der Arbeitsgruppen technisch korrekt, aber auch klar verständlich zu vermitteln und somit die entstehende vielschichtige Problematik zu veranschaulichen.

Spenden und Verwendung

Spenden – wofür?

Eine Bürgerinitiative beruht maßgeblich auf der Arbeit ihrer Mitglieder:
diese haben mit Sicherheit bereits einen fünfstelligen Eurobetrag an Arbeitsleistung erbracht!
Dennoch: manches müssen wir zukaufen. Dies gilt etwa für die rechtliche Beratung.
Des Weiteren wird die Bürgerinitiative ein 3D-Geländemodell in Auftrag geben, dass bis ca. Mitte Februar vorliegen soll. Das Geländemodell dient zur realistischen Darstellung von Größen- und Abstandverhältnissen der Windenergieanlagen und soll auf der Homepage der Bürgerinitiative veröffentlicht werden. Wir wollen das Modell nutzen, um den Bürgern, Planern und Entscheidungsträgern die Sachverhalte und Ergebnisse der Arbeitsgruppen technisch korrekt, aber auch klar verständlich zu vermitteln und somit die entstehende vielschichtige Problematik zu veranschaulichen (nähere Infos auf der Homepage).

Wir sind bei unserer Arbeit daher auf Spenden angewiesen.

Die Bankverbindung lautet:
Spendenkonto beim Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Wettersbach:
Volksbank Karlsruhe · BLZ 661 900 00 · Kto.-Nr. 605 226 18
Verwendungszweck: Naturschutz Bergdörfer

Das gespendete Geld dient dem Ziel der Bürgerinitiative. Sollten wir erfolgreich sein oder keinen Erfolg mehr erzielen können und ein Betrag übrig bleiben, wird der Schwarzwaldverein Wettersbach e.V. damit den lokalen Umwelt- und Naturschutz fördern.

 

Windräder für Greifvögel eine tödliche Gefahr

Der Rotmilan war in Deutschland Vogel des Jahres 2000. Mit der Wahl sollte auf seine Gefährdung durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie die besondere Verantwortung Deutschlands für die Erhaltung der Art aufmerksam gemacht werden.

Der Rotmilan ist ein Greifvogel offener, mit kleinen und größeren Gehölzen durchsetzter Landschaften. Er ist bedeutend weniger wassergebunden als die Nominatform des Schwarzmilans, mit dem er jedoch häufig in enger Nachbarschaft brütet. Bevorzugte Lebensräume sind Agrarlandschaften mit Feldgehölzen, oft auch Parklandschaften und an Offenland grenzende strukturierte Waldränder, seltener Heide- und Moorgebiete, solange Bäume als Niststandorte zur Verfügung stehen. Häufig nutzt er die günstigen Aufwindverhältnisse in engeren Flusstälern oder an Berghängen.

Zum Jagen braucht er offenes Kulturland, Grasland und Viehweiden, daneben können auch Feuchtgebiete als Nahrungsreviere dienen. Abgeerntete oder gerade umgepflügte Getreidefelder schließt er ebenso in die Nahrungssuche ein wie Autobahnen und Mülldeponien, letztere aber nicht in dem Ausmaß wie der Schwarzmilan. Sein Verbreitungsgebiet stimmt im Wesentlichen mit den Braunerdegebieten Mittel- und Osteuropas sowie den mediterranen Braunerde- und Terra-Rossa-Gebieten überein und liegt schwerpunktmäßig in den Intensivzonen der mitteleuropäischen Landwirtschaft.

Eine neue Computer-Simulation der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zeigt auf, dass Windräder insbesondere für Greifvögel eine tödliche Gefahr darstellen:

Greifvögel gehören zu den häufigsten Opfern von Windenergieanlagen, wenn sie mit den Rotorblättern zusammenstossen. Anhand einer virtuellen Rotmilan-Population – der Rotmilan brütet nur in Europa, weshalb man eine internationale Verantwortung für die Erhaltung der Vogelart trägt – welche jährlich um 5 Prozent wächst, sollte der Einfluss von Windrädern auf eine Greifvogel-Population simuliert werden. Das Resultat: die simulierte Rotmilan-Population wurde umso stärker negativ beeinflusst, je gleichmässiger die Windräder in der Landschaft verteilt waren.

Die Schweizerische Vogelwarte schlägt daher vor, Windräder generell an so wenigen Standorten wie möglich aufzustellen. Zudem sollen neue Standorte nicht nur nach dem Einfluss der neu zu errichtenden Windräder beurteilt, sondern alle schon bestehenden oder geplanten Anlagen in einem grösseren Umkreis bei der Planung mitberücksichtigt werden. Denn nur so ist festzustellen, inwieweit eine neue Anlage für eine Greifvogel-Population eine Gefährdung darstellt. Dies erfordert jedoch zwingend eine überregionale Planung.

Quelle: www.naturschutz.ch

Bekommt der Makler-Galgen bald Konjunktur?

"Zahlreiche Immobilien in der Nähe von WKA sind quasi unverkäuflich", erklärt ein Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM). Verbandsmitglieder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein beklagten, dass einige Häuser seit Jahren mit Preisabschlägen von bis 40 Prozent angeboten würden. "Dennoch gibt es nicht einmal Interessenten für diese Objekte", so der Sprecher.

Das könnte für die Bergdorf-Region in der Konsequenz…. (Artikel in Bearbeitung)

Paradieswandern durch duftende Waldwiesen zu offenen Höhenwegen

Des Wanderers Wunsch: offene Wege auf Höhenzügen, Aussichtspunkten, Waldwiesen und Naturdenkmalen. Dazu Parkplätze und Haltestellen in max. 500 m Entfernung. Vieles davon bietet das Wegenetz rund um Wettersbach.

Ausgehend von der Region Hotzenwald im Jahre 2000 begann das neue Wegenetz. Die gelbe Raute für örtliche Wanderwege – die gelbe Raute für regionale Wanderwege und die jeweiligen Fernwanderwegezeichen. Fernwanderwege sollten mindestens 3 Tagesetappen á ca. 20 km sein.

Das neue Erscheinungsbild von Wettersbach?

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